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PwC: Studie zur Mehrwertsteuer-Befreiung von Banken

PricewaterhouseCoopers 20. Oktober 2011, Pressemitteilung

Die Einführung einer Umsatzsteuer auf die Dienstleistungen von Banken in der Europäischen Union würde kaum zu Mehreinnahmen führen. Das zeigt die Analyse "How the EU VAT exemptions impact the Banking Sector", die Ben Lockwood, Professor für Volkswirtschaftslehre an der britischen University of Warwick, in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC erstellt hat.

Die Studie verweist darauf, dass die Umsatzsteuer als Verbrauchsteuer im Ergebnis eine Belastung des Endverbrauchers vorsehe. Die Befreiung der Banken von der Umsatzsteuer entferne sich aber von diesem Grundsatz und führe im Ergebnis zu einer Belastung der Banken mit nicht abziehbarer Vorsteuer. Ein Grund für diese Befreiung liegt darin, dass es in Theorie und Praxis äußerst schwierig ist, den zu besteuernden Mehrwert der Bankdienstleistungen technisch zu definieren. Unter dem derzeitigen Umsatzsteuersystem belasten Banken folglich keine Umsatzsteuer an ihre Kunden, dürfen im Gegenzug jedoch keine Vorsteuer auf von ihnen bezogene Leistungen abziehen. Die Studie zeigt, dass diese nicht abziehbare Vorsteuer sich für die europäischen Banken auf bis zu 33 Milliarden Euro summieren kann.

Darüber hinaus verweist die Analyse von Prof. Lockwood insbesondere darauf, dass in der bisherigen Diskussion so genannte "Zweitrundeneffekte" vernachlässigt werden. Diese beziehen sich vor allem auf einen Nachfragerückgang, der bei einer Besteuerung von Finanzdienstleistungen zu erwarten wäre und das Steueraufkommen mindert.

"Die Schlussfolgerungen unserer Studie wurden aus statistischen Daten von 26 der 27 EU-Mitgliedsstaaten gewonnen. Hierbei müssen gewisse Annahmen getroffen werden und natürlich müssen die Daten auch interpretiert werden. Unsere Studie unterstützt jedenfalls nicht die Ansicht, dass die Besteuerung von Bankdienstleistungen zu signifikanten Mehreinnahmen führen wird. Ganz im Gegenteil, diese könnte sogar zu Einnahmeausfällen für den Fiskus führen", erläutert Professor Ben Lockwood von der University of Warwick.

Die Untersuchung gelangt überdies zu dem Ergebnis, dass Banken, die überwiegend im Firmenkundengeschäft tätig sind, durch die Nachteile des derzeitigen Systems in besonderem Maße betroffen sind. Allein dieser Geschäftsbereich wird europaweit mit etwa 18 Milliarden Euro nicht abzugsfähiger Vorsteuer belastet.

Über die unmittelbaren finanziellen Faktoren hinaus steht Banken die Umsatzsteuerbefreiung teilweise bei strukturellen Veränderungen im Wege: Eine Auslagerung von Dienstleistungen an Dritte verteuert sich für Banken im Vergleich zu anderen Unternehmen ganz erheblich durch die nicht abzugsfähige Vorsteuer, so PwC.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 19. November 2013 09:52

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