BDI: Steuerliche Forschungsförderung ist wirksame Zukunftsinvestition Drucken E-Mail

Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. 24.1.2012, Pressemitteilung

„Angesichts der gedämpften Wachstumserwartungen in diesem Jahr bedarf es unbedingt einer wachstumsfördernden Steuerpolitik.“

„Eine zehnprozentige Steuergutschrift für Ausgaben in Forschung und Entwicklung (FuE) hätte einen hohen und nachhaltigen Wachstumseffekt.“ Dies erklärte Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), anlässlich der Vorstellung der Studie „Ökonomische Effekte einer steuerlichen Forschungsförderung in Deutschland“.

Der BDI und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hatten die Studie bei Christoph Spengel, Professor an der Universität Mannheim/ZEW, und Wolfgang Wiegard, Professor an der Universität Regensburg, in Auftrag gegeben. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann betonte, dass die Bundesregierung mit der Einführung einer solchen Förderung die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen am Standort Deutschland stärken würde. „Schließlich sind unsere Innovationen ein wichtiger Beitrag für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand“, so Tillmann.

Die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung lohnt sich, wie die Studie zeigt: Auf Unternehmensebene würde jeder über Steuermittel eingesetzte Euro zu zusätzlichen FuE-Aufwendungen von 1,25 Euro führen.

Steuerliche Forschungsförderung und Haushaltssanierung seien kein Widerspruch, sie passten zusammen, eine steuerliche FuE-Förderung führe zu zusätzlichem Wirtschaftswachstum. Dies trage dazu bei, die Staatsverschuldung zu verringern, hoben BDI und VCI hervor.

„Für Investitionen in Forschung und Entwicklung wird in anderen Ländern mit einer steuerlichen Förderung geworben“, so Kerber. In Deutschland hingegen würden Forschungsinvestitionen durch die eingeschränkte Verlustverrechnung oder durch die Besteuerung von Funktionsverlagerungen behindert. „Diese forschungsfeindliche Entwicklung im deutschen Steuerrecht muss unbedingt geändert werden“, forderte Kerber.

Die Studie finden Sie hier.

 

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