Möllring: "Die Steuerverwaltung kommt ohne moderne Kalkulationssoftware nicht aus" Drucken E-Mail

Niedersächsisches Finanzministerium 3.9.2010, Presseinformation

Das niedersächsische Finanzforum hatte mit dem Thema "Ermittlung von Besteuerungsgrundlagen - Einsatz von Kalkulationsprogrammen im Außendienst" auch in diesem Jahr wieder ein spannendes Thema. Führt doch die Kalkulation von Besteuerungsgrundlagen im Rahmen von Betriebsprüfungen in einigen Fällen zu Kontroversen zwischen Steuerbürgern und Steuerberatern auf der einen sowie den Finanzämtern auf der anderen Seite. "Die Steuerverwaltung kommt ohne moderne Kalkulationssoftware zur Ermittlung von Verkaufserlösen nicht mehr aus. Sie hilft dabei, Angaben zu überprüfen und sichert so eine gleichmäßige Besteuerung innerhalb einer Branche", sagte der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring in seiner Eröffnungsrede heute in Hannover. In deren weiterem Verlauf begrüßte Möllring die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion

  • Horst Schade, Vizepräsident der Steuerberaterkammer Niedersachsen und Steuerberater,
  • Gerd Voltmann, Oberfinanzdirektion Niedersachsen,
  • Hans-Rudolf Meyer, Landesinnungsmeister des Landesinnungsverbandes des niedersächsischen Friseurhandwerks,
  • Achim Klawun, betriebswirtschaftlicher Berater und bei der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade tätig und
  • Peter Mlodoch, Journalist, als Moderator der Podiumsdiskussion.

Der Minister dankte den Gesprächsteilnehmern für Ihre Bereitschaft, an der Diskussion teilzunehmen. Die diesjährige Veranstaltung fand im `Sparkassen-Forum am Schiffgraben´ im Gebäude des Sparkassenverbandes Niedersachsen statt. "Ich bin gespannt auf die folgende Diskussion und würde mich freuen, im Anschluss daran mit Ihnen ins Gespräch zu kommen", sagte Minister Möllring und übergab das Wort an Harald Grürmann, den Präsidenten der Steuerberaterkammer Niedersachsen.

Ohne Steuereinnahmen kann ein Staat nicht existieren. Dabei ist es wichtig, dass die Steuern gleichmäßig erhoben werden. Das gilt gerade auch für Unternehmen innerhalb einer Branche, speziell für Unternehmen der Branchen, in denen die Leistungen überwiegend bar bezahlt werden. Dass mögliche Verkaufserlöse mittels Nachkalkulation auf Basis der Einkaufspreise und der Mengen ermittelt werden, ist nicht neu. Die Steuerverwaltung bedient sich schon lange dieser Methode. Seit einigen Jahren werden jedoch Kalkulationsprogramme entwickelt, die den Betriebsprüferinnen und Betriebsprüfern die Arbeit erleichtern. Derartige Programme werden trotz aller Schwierigkeiten in nahezu allen Bundesländern bei Betriebsprüfungen in der Gastronomie, bei Taxiunternehmen und bei Friseuren eingesetzt. Es handelt sich dabei um branchenspezifische Programme, die eine Anpassung an betriebliche Besonderheiten zulassen. In deren Entwicklung ist die Kritik von Betrieben und Fachpresse mit eingeflossen.

Im Friseurhandwerk glaubt man so zum Beispiel anhand der verbrauchten Mengen ermitteln zu können, wie viel Haarwäschen, Haartönungen und Haarfärbungen vorgenommen worden sind, so Dr. Grürmann. Dieses Ergebnis wird dann mit den Angaben in der Steuererklärung verglichen. Weicht das Kalkulationsergebnis von den in der Steuererklärung gemachten Angaben ab, führt dies zu Recht oft zu kontroversen Diskussionen mit der betroffenen Unternehmerin/dem betroffenen Unternehmer sowie den Steuerberaterinnen und Steuerberatern.

Ziel des heutigen 5. Finanzforums soll es sein, um gegenseitiges Verständnis für die jeweils andere Position zu werben.

Nach einer lebhaften Diskussion, in der die unterschiedlichen Standpunkte klar herausgearbeitet wurden, dankte Finanzstaatssekretärin Cora Hermenau in ihrem Schlusswort den Teilnehmern an der Diskussionsrunde für die Bereitschaft, die Veranstaltung aktiv mitzugestalten. "Bei der lebhaften Diskussion konnte man merken, dass das heutige Thema beileibe kein akademisches ist, sondern einen hohen Praxisbezug hat", sagte Hermenau. Auch wenn nicht alle Differenzen ausgeräumt werden konnten, sei es gut, das Thema einmal losgelöst vom Einzelfall diskutiert zu haben, so die Staatssekretärin.

 

Was Steuer-Profis über die SIS-Datenbank Steuerrecht sagen

Von Ihrer Datenbank bin ich begeistert und empfehle sie regelmäßig – auch Steuerberatern – weiter.

Franz Grevenbrock, Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung, 48683 Ahaus

Sie setzen die Wünsche so unbürokratisch schnell um.

Arnold E. Gorsewski, Steuerberater, 79713 Bad Säckingen

Alles, was den Kanzleialltag leichter macht
Deutschlands günstigste Updates bei Steuer-Datenbanken
Jetzt das Geld für teure Handbücher sparen! In der SIS-Datenbank sind sie bereits drin!